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Die 1.600 Einwohner zählende Gemeinde Kerpen-Manheim muss bis zum Jahr 2022 dem Braunkohle-Tagebau „Hambach“ der RWE Power AG weichen und wird daher an einen neuen Standort, rund zwei Kilometer südöstlich des ursprünglichen Dorfes, umgesiedelt. Am 17. September fand der feierliche erste Spatenstich für die Ortschaft Manheim-neu statt, mit deren kompletten Erschließungsarbeiten die STRABAG-Tochtergesellschaft Nowotnik beauftragt wurde. Das Auftragsvolumen in Höhe von rund 7 Mio. € des nicht alltäglichen Projekts umfasst die Erstellung von rund 460 Bauplätzen und Kleingewerbeflächen mit 6,4 km Hausanschlussleitungen, circa 14 km Regen- und Schmutzwasserkanälen, 35.000 m² Asphaltbefestigung und 85.000 m² Frostschutzschicht, eine Fußgängerunterführung mit 15 m Spannweite sowie 7 km Leitungstrasse für Strom, Wasser, Gas, Telefon und Fernsehkabel. Außerdem werden rund 28.000 m³ Erdaushub eines Regenrückhaltebeckens zum Bau eines Rodelhügels verwendet. Als Bauzeit sind insgesamt rund 22 Monate eingeplant.
Für die Baugesellschaft Nowotnik GmbH, die seit Herbst 2010 zum Marktführer im deutschen Verkehrswegebau gehört, ist dies nicht der erste Auftrag im nordrhein-westfälischen Braunkohlerevier. Bereits seit 1993 führt Nowotnik landwirtschaftliche Rekultivierungen im Tagebaugebiet durch und hat bis heute rund 1.500 ha ehemalige Tagebaufläche durch Aufbringen von Lößboden der Landwirtschaft wieder zugänglich gemacht. Das Vorbereiten von Bohrteichen und -plätzen bei der Erstellung von Grundwasserabsenkungsanlagen, der Abbruch und die Demontage von Gebäuden und technischen Anlagen sowie die für den Tagebaubetrieb notwendigen Erd- und Straßenbauarbeiten runden das diesbezügliche Nowotnik-Leistungsspektrum ab.
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