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Köln, den 9. Mai 2011. Das Geschäftsjahr 2010 ist für die STRABAG AG, Köln, erfolgreich verlaufen. EBT und EBIT wiesen zum zweiten Mal in Folge zweistellige Wachstumsraten auf, auch das Konzernergebnis wurde erneut erheblich gesteigert, Auftragseingang und Leistung waren jedoch rückläufig. Angesichts der weiterhin restriktiven Vergabepolitik der öffentlichen Hand rechnet das Unternehmen, dessen Kerngeschäft der deutsche Verkehrswegebau ist, auch im laufenden Jahr im Inland nicht mit einer Trendwende. So die Einschätzung von STRABAG-Vorstand Dr. Thomas Birtel bei der heutigen Bilanzpressekonferenz in Köln.
Der Auftragseingang der STRABAG-Gruppe ging im Vergleich zum Vorjahreswert um 3,3 % auf
3,9 Mrd. € zurück. Während der Auftragseingang im Segment Verkehrswegebau nur geringfügig unter dem des Vorjahres lag, war der Rückgang im Segment Beteiligungen Österreich signifikant. Der aufgrund eines Großauftrags in Polen sehr hohe Vorjahreswert konnte hier nicht wieder erreicht werden.
Der Rückgang von ebenfalls 3,3 % auf 3,9 Mrd. € bei der Leistung der STRABAG-Gruppe war im Wesentlichen auf die anhaltenden Frost- und Schneeperioden zu Beginn und am Ende des Geschäftsjahres 2010 zurückzuführen. Die beiden leistungsstarken Segmente Verkehrswegebau und Beteiligungen Österreich waren aufgrund ihrer regionalen Fokussierung auf Deutschland und Zentraleuropa besonders von dieser Schlechtwetterlage betroffen. Der Anteil der Auslandsleistung des STRABAG-Konzerns erhöhte sich im Berichtsjahr auf 54 %.
Der Auftragsbestand belief sich 2010 auf 3,6 Mrd. €, die durchschnittliche Mitarbeiterzahl stieg leicht von 10.192 auf 10.267.
Mit der Ergebnisqualität und dem Auftragspolster, das eine solide Basis für das Jahr 2011 bietet, zeigte sich Birtel zufrieden.
Zur Steigerung des EBT um 17 % auf 110 Mio. € (Vorjahr 94 Mio. €) trugen alle operativen Segmente des STRABAG-Konzerns bei. Das EBIT erhöhte sich im gleichen Ausmaß um 18 % auf 120 Mio. € (Vorjahr 102 Mio. €).
Das Ergebnis nach Steuern schloss mit 96 Mio. € (Vorjahr 83 Mio. €) ab und das Eigenkapital wuchs im Berichtsjahr um 91 Mio. € auf 652 Mio. €. Damit liegt die Eigenkapitalquote des Konzerns nun bei 42 % (Vorjahr 41 %).
Im Einzelabschluss erzielte die STRABAG AG im Geschäftsjahr 2010 mit 49 Mio. € einen Jahresüberschuss, der den Vorjahreswert um 32 Mio. € übertraf. Dies war im Wesentlichen auf eine Dividendenausschüttung der Bau Holding Beteiligungs AG zurückzuführen.
Der Bilanzgewinn belief sich auf insgesamt 25 Mio. € (Vorjahr 9 Mio. €). Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft werden der Hauptversammlung die Ausschüttung einer unveränderten Dividende von 1,04 € je Stückaktie (= 4.191.200 €) vorschlagen.
Für das Jahr 2011 prognostiziert der Bauhauptverband einen nominalen Rückgang des öffentlichen Bauvolumens um 4,5 %. Die restriktive Vergabepolitik des öffentlichen Sektors, insbesondere der Städte und Kommunen, hat sich im 1. Quartal 2011 negativ auf den Auftragseingang der STRABAG-Gruppe ausgewirkt. Die Steigerung der Auftragseingänge im Inland um 16 % sei, so erklärte Birtel, im Wesentlichen auf die zum Jahreswechsel wirksam gewordenen Unternehmensakquisitionen der F. Kirchhoff Straßenbau GmbH und der Gaul-Gruppe zurückzuführen. Insgesamt lag der Auftragseingang in den ersten drei Monaten des Jahres 2011 bei 888 Mio. € und damit insgesamt
4 % unter dem Vergleichswert des Vorjahres.
Bedingt durch die milde Witterung betrug die Leistung im ersten Quartal 576 Mio. €, das sind 33 % mehr als im außerordentlich schwachen Vorjahr. Im Inland fiel der Leistungszuwachs deutlich stärker aus als im Ausland.
Zum 31. März belief sich der Auftragsbestand der STRABAG-Gruppe auf insgesamt 4,1 Mrd. €. Er übertraf damit den Vorjahreswert um 0,9 %.
Trotz zum Teil widriger Rahmenbedingungen plant der STRABAG-Konzern für das Gesamtjahr 2011 ein leicht steigendes Ergebnis.
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