Ermittlungsarbeit von 14 Monaten deckt Betrugskartell auf
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  • STRABAG AG arbeitet aktiv mit der Staatsanwaltschaft zusammen
 
Köln, 2. Februar 2007.  Im Zuge der staatsanwaltlichen Untersuchungen rund um den Bau der Autobahn A72 hat der Vorstand der STRABAG AG, Köln, heute bekanntgegeben, dass die seit 14 Monaten andauernden Ermittlungsarbeiten und die enge Zusammenarbeit des Unternehmens mit der Staatsanwaltschaft Chemnitz zur Aufdeckung eines kriminellen Netzwerkes geführt haben. Die Verhaftung eines Mitarbeiters hatte bereits im Dezember 2005 die interne Revisionsabteilung auf den Plan gerufen. In mehreren anberaumten Treffen zwischen STRABAG AG und Staatsanwaltschaft hat das Unternehmen seitdem alle Unterlagen offengelegt und Unternehmensabläufe dargestellt. Auch diese intensive Zusammenarbeit hat nun den Umfang eines systematischen Betrugs- und Korruptionsnetzwerkes offenbart, der zu Schäden nicht nur im Unternehmen, sondern nach neuesten Ermittlungen der Staatsanwaltschaft auch bei Dritten geführt hat. Nach heutigem Erkenntnisstand ist der STRABAG AG offenbar durch das Stellen von Scheinrechnungen von Subunternehmern unter Mitwissen der örtlichen Geschäftsleitung ein Schaden in Millionenhöhe entstanden. Die genaue Schadenshöhe wird gegenwärtig noch ermittelt. Schäden bei Dritten, die die Revisionsabteilung der STRABAG im Zuge ihrer Ermittlungen bereits aufgedeckt hatte, wurden schon im vergangenen Jahr ausgeglichen. Weitergehende Schadenssachverhalte, die sich aus den Durchsuchungsbeschlüssen ergeben, werden von dem Unternehmen eingehend untersucht.

Die STRABAG AG bestätigt außerdem, dass die Staatsanwaltschaft die Zentrale des Unternehmens in Köln gestern durchsucht hat. Als Grund hierfür habe die Staatsanwaltschaft angegeben, dass es darum gehe, Zugang zu weiteren Unterlagen der Revisionsabteilung, die diese im Zuge ihrer eigenen Ermittlungen zusammengetragen hatte, erlangen zu wollen. STRABAG hat auch diesen Durchsuchungsbefehl kooperativ begleitet.

Auch wenn das Ermittlungsverfahren, das die STRABAG AG weiterhin aktiv unterstützen wird, noch lange Zeit in Anspruch nehmen wird, hat die Unternehmensleitung als Sofortmaßnahme heute die komplette Auflösung des Bereichs Chemnitz beschlossen. Bereits im letzten Jahr wurden zehn involvierte Mitarbeiter entlassen.

Weitere Erklärungen kann das Unternehmen im Hinblick auf die laufenden Ermittlungen zum derzeitigen Zeitpunkt nicht abgeben.