STRABAG federführend bei Deutschlands größtem Public-Private-Partnership-Projekt
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  • Universitätsklinikum Essen errichtet privatfinanziertes Protonentherapiezentrum zur Krebsbehandlung
 
Köln, 30. Juni 2006.  In Essen wird bis zum Herbst 2009 Deutschlands größtes PPP-Projekt im Gesundheitswesen entstehen. Der Auftrag für Planung, Bau, Finanzierung und Betrieb des Westdeutschen Protonentherapiezentrums Essen (WPE) ging an die Objektgesellschaft STRIBA Protonentherapiezentrum Essen GmbH, ein Joint Venture der STRABAG Projektentwicklung GmbH, Köln, und der IBA Ion Beam Applications S.A., Belgien. Noch in diesem Herbst soll der Startschuss für den rund 127-Millionen-Euro-teuren Neubau des Universitätsklinikums Essen fallen. Finanziert wird das erste universitäre Protonentherapiezentrum, dem große Signalwirkung für die private Finanzierung von Gesundheitsleistungen zugesprochen wird, durch ein Konsortium der Deutsche Bank und Fortis Bank. Über die gesamte Laufzeit der Verträge werden die Projektkosten rund 300 Millionen Euro betragen.

Rund eineinhalb Jahre akribische Planungsarbeit sind der Vertragsunterzeichnung Ende Juni in Essen vorausgegangen. Vor allem in der Realisierung optimaler und patientenfreundlicher Therapieabläufe lag eine der größten Herausforderungen für die mit der gesamten Planung und dem Design des Gebäudes beauftragte STRABAG Projektentwicklung, die Anfang Juni ihren Zusammenschluss mit Züblin bekannt gegeben hat. „Die Planung hat den Ingenieuren und Architekten großen Ideenreichtum und viel Flexibilität abverlangt. Wir sind alle sehr stolz, mit dem Protonentherapiezentrum nicht nur das erste PPP-Projekt im deutschen Gesundheitswesen, sondern zugleich das bislang größte deutsche PPP-Einzelprojekt verwirklichen zu dürfen“, so Roland Jurecka, Vorstandsmitglied der österreichischen STRABAG SE.

In der nun bevorstehenden Bauphase wird die mit der Bauausführung beauftragte STRABAG AG/Züblin-Direktion NRW rund 16.500 m³ Beton und 2.000 Tonnen Betonstahl für die meterdicken Wände des Therapiezentrums mit rund 10.200 m² Geschossfläche verarbeiten. Die Protonentherapieanlage und medizinischen Geräte werden von dem belgischen Hersteller IBA geliefert und betrieben. Der medizinische Betrieb erfolgt durch die WPE GmbH. Das UK Essen übernimmt die Anlage nach Ablauf der 15-jährigen Mietdauer vollständig. Erste Behandlungen von Patienten sind für das Jahr 2009 geplant, bei Volllastbetrieb (Juni 2010) wird jährlich mit mehr als 2.000 Patienten gerechnet.

Das Projekt hat nicht nur in medizinischer, sondern auch in wirtschaftlicher Hinsicht einen hohen Stellenwert für das Ruhrgebiet und Nordrhein-Westfalen. Neben der Entstehung von rund 100 qualifizierten Arbeitsplätzen im Zentrum selbst wird mit positiven Beschäftigungseffekten für die gesamte Region gerechnet, insbesondere durch Stärkung der Medizintechnikindustrie und Ausweitung des internationalen Patienten- und Wissenschaftstransfer.

Für STRABAG ist es nach der erfolgreichen Sanierung zweier Schulen in Witten bereits das zweite PPP-Hochbauprojekt in NRW.