STRABAG AG, Köln, schließt Geschäftsjahr 2005 erfolgreich ab und zahlt Dividende
Rückfragen
Birgit Kümmel
Konzernkommunikation
Telefon +49 221 824-2472
presse(at)strabag.com

 
  • Verkauf der Hoch- und Ingenieurbau-Aktivitäten an Züblin und Fokussierung auf den Verkehrswegebau erfolgreich eingeleitet
 
Köln, 14. Juli 2006. Die STRABAG AG, Köln, blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2005 zurück. Nach Aussage des Vorstands Dr. Thomas Birtel auf der heute stattfindenden Hauptversammlung in Köln erhöhten sich die Leistung um 27 % auf 4,3 Mrd. Euro und das Betriebliche Ergebnis auf 39,5 Mio. Euro (Vorjahr 10,1 Mio. Euro). Insgesamt war das Geschäftsjahr durch die Neuakquisition der DYWIDAG-Holding mit ihren Tochtergesellschaften und daraus resultierende Umstrukturierungsmaßnahmen geprägt. Als wichtigste strategische Entscheidung im Jahr 2005 bezeichnete Birtel die Fokussierung der STRABAG AG auf das Kerngeschäftsfeld Straßenbau.

Geschäftsjahr 2005
Nach Auskunft Birtels verlief die zahlenmäßige Entwicklung des Unternehmens durchgängig positiv: Der Auftragseingang stieg gegenüber dem Vorjahr um 5,8 % oder 221 Mio. Euro auf 4,01 Mrd. Euro. Im Inland konnte die STRABAG einen Anstieg um 4 %, im Ausland - über die 35 %-Beteiligung an der Bau Holding Beteiligungs AG - um rund 7 % verzeichnen. Der Anteil des Segments Straßenbau am gesamten Auftragseingang, ohne die Beteiligungen in Österreich, lag mit 56 % um 4 %-Punkte über dem Wert des Vorjahres.

Die Bauleistung betrug im Geschäftsjahr 2005 insgesamt 4,34 Mrd. Euro, das entspricht einer deutlichen Steigerung um 27 %. Im Segment Straßenbau wurde auch ohne den akquisitionsbedingten Zuwachs durch die HEILIT+WOERNER-Gruppe eine Steigerung der Leistung um rund 5 % erzielt. Den Erwerb mit eingeschlossen, betrug der Zuwachs gegenüber dem Vorjahreswert insgesamt 41,2 %. Mit dem Auslandsgeschäft von HEILIT+WOERNER in Polen und Tschechien konnte die gesamte im Ausland erbrachte Leistung gegenüber dem Vorjahr um 29 % gesteigert werden. Insgesamt lag der Anteil der Auslandsbauleistung der STRABAG-Gruppe im Jahr 2005 bei 44 % (Vorjahr 43 %).

Gegenüber dem Vorjahr ist die Anzahl der Mitarbeiter um 6 % auf 11.079 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt angewachsen. Gegen den allgemeinen Trend in der deutschen Wirtschaft lag das Ausbildungsangebot bei STRABAG weiterhin auf hohem Niveau. 2005 wurden 440 junge Menschen ausgebildet und damit mehr Ausbildungsplätze besetzt, als ursprünglich vorgesehen.

Das Betriebliche Ergebnis, das sich aus dem Ergebnis vor Zinsen und Steuern sowie dem Beteiligungsergebnis ergibt, hat sich 2005 fast vervierfacht und betrug 39,5 Mio. Euro. Das Segment Straßenbau erreichte operativ nahezu das hohe Niveau des Vorjahres, im Segment Beteiligungen Österreich stieg das anteilige Equity-Ergebnis der BHB von 8,4 Mio. Euro auf 23,8 Mio. Euro.

Das Konzernergebnis (EBT) nach IFRS der STRABAG AG, Köln, lag vor Steuern bei 23,2 Mio. Euro (Vorjahr -3,5 Mio. Euro). Das Ergebnis nach Steuern (EAT) betrug 19,6 Mio. Euro (Vorjahr -5,8 Mio. Euro).

Der Einzelabschluss der STRABAG AG nach HGB wies, unter Berücksichtigung eines Gewinnvortrags in Höhe von 10,1 Mio. Euro und eines Jahresfehlbetrags von -5 Mio. Euro, im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Bilanzgewinn von 5,0 Mio. Euro aus. Vorstand und Aufsichtsrat haben der Hauptversammlung vorgeschlagen, in Abänderung einer ursprünglichen Thesaurierungsabsicht eine Dividende in Höhe von 0,60 Euro je Aktie auszuschütten, was einer Gesamtdividende von 2.418.000 Euro entspricht, und den restlichen Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

Irak
Aufgrund der vom "Pariser Club" Ende 2004 beschlossenen Schuldenerlassquote für den Irak von 80 % verringerte sich der Forderungsbetrag der STRABAG für die Bauvorhaben Expressway Nr. 1/Los 11 und Basrah International Airport in Höhe von 454,4 Mio. Euro inklusive Zinsen auf einen Grundbetrag von 91,4 Mio. Euro. Die Ablösung der umgeschuldeten Forderungen durch eine Einmalzahlung im ersten Quartal 2006 erbrachte 59,5 Mio. Euro. Dieser Betrag lag um 2,4 Mio. Euro über dem Ansatz, der seit dem Jahr 1995 in der Bilanz der STRABAG AG aktiviert war und wurde zur Reduzierung der Fremdmittelaufnahmen genutzt.

Walter-Bau-Übernahme
Wie Birtel weiter berichtete, hat die STRABAG AG rückwirkend zum Stichtag 1. April 2005 aus der Insolvenzmasse der Walter Bau-AG die DYWIDAG-Holding GmbH mit drei neu gegründeten Tochtergesellschaften erworben. Mit dem Erwerb der HEILIT+WOERNER-Gruppe habe sich die STRABAG AG nicht nur regional, sondern auch in den Geschäftsfeldern Verkehrsflächen aus Beton, Bahnbau, Umwelttechnik sowie Deponiebau deutlich verstärkt. Mit diesen Akquisitionen, so Birtel, sei es gelungen, die Marktführerschaft im deutschen Verkehrswegebau weiter auszubauen.

Zudem hat die österreichische Muttergesellschaft STRABAG SE mit Wirkung vom 1. Juni 2005 eine Beteiligung von 53,6 % an dem renommierten Hoch- und Ingenieurbauunternehmen Ed. Züblin AG, Stuttgart, erworben, die mittlerweile auf 57,3 % erhöht wurde. Aufsichtsrat und Vorstand der STRABAG AG haben daher gegen Ende des Berichtsjahres beschlossen, den STRABAG-Unternehmensbereich Hoch- und Ingenieurbau einschließlich der in diesem Segment aktiven Tochter- und Beteiligungsgesellschaften an die Ed. Züblin AG zu verkaufen und sich in Deutschland auf den Verkehrswegebau zu fokussieren.

Ausblick 2006
Die Geschäftszahlen der STRABAG AG entwickelten sich auch in den ersten fünf Monaten 2006 weiter positiv. Im Inland stieg der Auftragseingang trotz der durch den Übergang zur Ed. Züblin AG rückläufigen Entwicklung im Segment Hochbau insgesamt um 17 %. Bauleistung und Auftragsbestand lagen ebenfalls zweistellig über Vorjahresniveau.

Für 2006 plant der Konzern wegen der Veräußerung des Hoch- und Ingenieurbaus insgesamt eine leicht rückläufige Leistung, so Birtel. Allerdings sind bei dieser Prognose mögliche Unternehmenserwerbe im Straßenbau, wie der kürzliche Kauf der Preusse-Gruppe, nicht berücksichtigt. Ziel für das laufende Geschäftsjahr ist ein positives Ergebnis im Konzern.

Die Hauptversammlung dauerte zum Zeitpunkt der Aussendung vorliegender Presseinformation noch an. Laut Birtel sei jedoch davon auszugehen, dass die zur Abstimmung stehenden Tagesordnungspunkte einschließlich einiger Gegenanträge im Sinne der Verwaltung entschieden würden.