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Bilanzpressekonferenz 2006
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Birgit Kümmel
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Konzernkommunikation Telefon +49 221 824-2472 presse(at)strabag.com
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- STRABAG AG, Köln: Rede zur Bilanzpressekonferenz am 16.05.2006
Dr. Thomas Birtel, Vorstand STRABAG AG
(Es gilt das gesprochene Wort)
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Sehr geehrte Damen und Herren,
ich begrüße Sie recht herzlich zu unserer diesjährigen Bilanzpressekonferenz und möchte meine Rede zunächst mit einem kurzen Überblick über die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Jahr 2005 beginnen, bevor ich zur Entwicklung des STRABAG-Konzerns im abgelaufenen Geschäftsjahr und unserem Ausblick für das Jahr 2006 komme.
Der überwiegend vom Export getragene verhaltene Konjunkturaufschwung in Deutschland hat sich im Jahresverlauf 2005 (real + 0,9 %) bereits wieder abgeschwächt. Die gesamtwirtschaftlichen Impulse waren zu schwach, um den heimischen Baumarkt zu erreichen. Das Minus im baugewerblichen Umsatz fiel mit 6,7 % sogar noch etwas stärker aus als im Vorjahr. In den alten Bundesländern lag der Umsatz um 6,1 %, in den neuen Bundesländern um 8,6 % unter dem Vorjahreswert. Überkapazitäten und Niedriglohnkonkurrenz haben das Preisniveau weiterhin auf niedrigem Niveau gehalten. Bei rückläufigem Umsatzvolumen ist die Beschäftigtenzahl im Jahresverlauf erneut um 4,8 % auf 708.000 Personen (Ende 2005) gesunken.
Es gibt zwar Anzeichen, dass sich eine Stabilisierung des deutschen Baumarkts einstellt, jedoch auf niedrigem Niveau. Der langjährige Abschwung der Auftragseingänge im deutschen Bauhauptgewerbe hat sich im Jahr 2005 nur noch in den neuen Bundesländern fortgesetzt. Im Westen Deutschlands wurde erstmalig seit langem ein Anstieg des Auftrageingangs (+ 0,9 %) gemeldet. Die schlechte Auftragslage im Osten Deutschlands mit einem erneuten Minus von 7,0 % überkompensierte jedoch die verbesserte Situation im Westen, sodass die Auftragseingänge bundesweit im Vergleich zum Vorjahr um 1,0 % sanken. Die regional sehr unterschiedliche Entwicklung der Segmente Wirtschaftsbau, öffentlicher Bau und Wohnungsbau können Sie in der hier dargestellten Grafik erkennen.
STRABAG Geschäftsjahr 2005
Meine Damen und Herren, auf diese Rahmenbedingungen hat sich STRABAG im Jahr 2005 erfolgreich eingestellt und zugleich durch bedeutende Neuakquisitionen, damit verbundene Umstrukturierungsmaßnahmen sowie eine Fokussierung auf das Kerngeschäft „Straßenbau“ wichtige Weichen für die zukünftige Entwicklung gestellt. (An dieser Stelle vorab der Hinweis, dass in allen folgenden Angaben die erworbene DYWIDAG-Holding GmbH mit ihren Tochtergesellschaften enthalten ist.)
Der Auftragseingang der STRABAG-Gruppe einschließlich ihrer Anteile an Beteiligungsgesellschaften und Arbeitsgemeinschaften ist im Jahr 2005 um 5,8 % auf 4,0 Mrd. € angestiegen. Wenngleich im Inland eine tendenziell rückläufige Marktentwicklung zu verzeichnen war, haben wir im Segment Straßenbau auch ohne die Neuerwerbe eine Steigerung der Auftragseingänge erreicht.
Der Anteil des Segments Straßenbau an unserem gesamten Auftragseingang – ohne die Beteiligungen in Österreich – erhöhte sich entsprechend unserer strategischen Zielsetzung von 52 % auf 56 %.
Der um 9,2 % verringerte Auftragseingang unseres Hochbaus ist allein auf die STRABAG in Benelux zurückzuführen.
Im Segment Übrige Bausparten wurde aufgrund der Auftragszugänge im Ingenieurtiefbau, besonders bei der DYWIDAG Bau GmbH, ein Plus von 48 % erzielt. Die Projektentwicklung dagegen hat 2005 einen Großteil des vorjährigen Auftragseingangs zur Ausführung an den Hochbau weitergegeben und lag daher rechnerisch im Minus.
Im Ausland hat unsere 35 %-Beteiligung Bau Holding Beteiligungs AG (BHB) durch zahlreiche Neuaufträge in Mittel- und Osteuropa den ohnehin sehr hohen Vorjahreswert der Auftragseingänge nochmals um rund 7 % gesteigert.
Die Bauleistung der STRABAG-Gruppe hat sich im Jahr 2005 gegenüber dem Vorjahreswert um 27 % auf 4,3 Mrd. Euro stark erhöht. Der Anstieg im Inland ist jedoch überwiegend auf den Neuerwerb der DYWIDAG-Holding zurückzuführen.
In unserem Segment Straßenbau haben wir ohne den akquisitionsbedingten Zuwachs durch die HEILIT+WOERNER-Gruppe eine Steigerung der Leistung um 5 % erzielt. Den Erwerb mit einem Leistungsanteil von 405 Mio. € eingeschlossen, betrug der Zuwachs gegenüber dem Vorjahreswert insgesamt 41,2 %.
Im Segment Hochbau ist der Zuwachs von 9,7 % fast ausschließlich auf den Erwerb der DYWIDAG-Gesellschaften zurückzuführen. Ohne Berücksichtigung der Neuakquisitionen wurde das Vorjahresniveau in Deutschland nur knapp übertroffen.
Das Segment Übrige Bausparten erreichte zwar einen Leistungszuwachs von 36,6 % auf 144 Mio. €, ist jedoch mit einem Anteil von 3 % an der Gesamtleistung im STRABAG-Konzern nur von untergeordneter Bedeutung.
Unsere Minderheitsbeteiligung BHB steigerte ihre Leistung im Vergleich zum Rekordwert des Vorjahres nochmals um 26 %. In den Benelux-Ländern lag die Leistung dagegen um 15 % unter der Vorjahreszahl. Mit dem neu erworbenen Auslandsgeschäft von HEILIT+WOERNER in Polen und Tschechien konnte die gesamte im Ausland erbrachte Leistung gegenüber dem Vorjahr um 29 % gesteigert werden.
Der Anteil der Auslandsbauleistung des STRABAG-Konzerns belief sich im Jahr 2005 auf 44 % (Vorjahr 43 %) der Gesamtleistung.
Am 31. Dezember erreichte unser Auftragsbestand 3,3 Mrd. € und übertraf damit den vergleichbaren Vorjahreswert um 25 %. In Deutschland stieg er um 24 % auf 1,5 Mrd. € an. Insgesamt deckt der Auftragsbestand unsere Planleistung rechnerisch für rund neun Monate ab.
Gegenüber dem Vorjahr ist die Anzahl unserer Mitarbeiter um 6 % auf 11.079 Beschäftigte gewachsen. Ohne die neu einbezogenen Gesellschaften wäre die Mitarbeiterzahl jedoch rückläufig gewesen.
Meine Damen und Herren,
unsere Ergebniszahlen haben sich im Geschäftsjahr 2005 sehr positiv entwickelt. Das Betriebliche Ergebnis des STRABAG-Konzerns, das sich aus dem Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern, jedoch zuzüglich des Beteiligungsergebnisses zusammensetzt, hat sich von 10,1 Mio. € im Vorjahr auf 39,5 Mio. € erhöht. Ich darf an dieser Stelle generell darauf hinweisen, dass aufgrund neuer IAS-Regeln teilweise auch eine Anpassung der Vorjahreswerte für 2004 in unserem Jahresabschluss 2005 erforderlich wurde, so dass Sie nicht in allen Fällen bei Angaben für 2004 dieselben Werte wie im alten Geschäftsbericht wiederfinden. Unser leistungsfähiges Segment Straßenbau erreichte operativ nahezu das hohe Niveau des Vorjahres. Im Segment Beteiligungen Österreich verbesserte sich das anteilige Equity-Ergebnis der BHB von 8,4 Mio. € auf 23,8 Mio. €. Und auch das Betriebliche Ergebnis im Bereich Hochbau und Übrige Bausparten erreichte nach dem im Vorjahr deutlich negativen Ergebnis von 7,2 Mio. € im Geschäftsjahr 2005 ein Plus von 3 Mio. €.
Das Ergebnis vor Steuern (EBT) nach IFRS verbesserte sich für den STRABAG-Konzern von – 3,5 Mio. € auf 23,2 Mio. € und das Ergebnis nach Steuern (EAT) nach IFRS erreichte in 2005 19,6 Mio. € (Vorjahr – 5,8 Mio. €).
Der Einzelabschluss der STRABAG AG nach HGB wies – unter Berücksichtigung eines Gewinnvortrags in Höhe von 10 Mio. € – im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Bilanzgewinn von 5 Mio. € aus.
Am Jahresende betrugen die liquiden Mittel und Wertpapiere des STRABAG-Konzerns 97 Mio. € (Vorjahr 73 Mio. €).
Fortsetzung auf Seite 2
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